Hygiene-Tipps zum neuartigen Corona-Virus

Hygieneempfehlungen nach Wiederaufnahme des Schulbetriebes seit Beendigung des regulären Unterrichtes in Folge des Coronavirus

Mit Erlass vom 17.04.2020 hat das Hessische Kultusministerium mitgeteilt, wie der Schulbetrieb ab dem 27. April 2020 schrittweise wiederaufgenommen werden soll.

Auch wenn der Schulbetrieb jetzt wieder beginnt, muss allen weiterhin bewusst sein, dass die Pandemie durch die Verlangsamung der lnfektionsketten der letzten Wochen noch nicht bewältigt wurde. Eine Rückkehr zum gewohnten Leben vor der Zeit der Pandemie ist so ohne weiteres nicht möglich und wir müssen lernen, wie für einen längeren Zeitraum, gerade im Schulbetrieb, damit gelebt werden kann.

Um alle im Schulbetrieb anwesenden Personen so gut wie möglich vor der Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, sehen wir als Schulträger den lnfektionsschutz und die Hygienemaßnahmen überall und insbesondere dort, wo Kontakte notwendig sind, für besonders wichtig an. Zur Organisation des Schulunterrichts hat das Hessische Kultusministerium den Schulen ebenfalls entsprechende Empfehlungen zukommen lassen. So soll beispielsweise die Gruppengröße fünfzehn Schüler nicht übersteigen und der Unterricht soll zunächst einen Umfang von zwanzig Wochenstunden umfassen.

Je nach Personal- und Raumkapazitäten können Präsenztage in den Schulen angesetzt und Arbeitsaufträge für andere Tage vergeben werden, an denen die Schüler nicht in der Schule sind.

Der Schwalm-Eder-Kreis wird daher in seinen Schulen entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen und gibt folgende Sicherheitsempfehlungen:

1. Händewaschen ist das A und 0

Der Schwalm-Eder-Kreis hält das regelmäßige und gründliche Händewaschen mit Seife für die effektivste und wichtigste Maßnahme, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Auch kaltes Wasser spült die Erreger von den eingeseiften Händen. In der kommenden Woche sind in den Schulen daher sämtliche noch nicht entsprechend ausgestattete Waschgelegenheiten mit Seife und Einmalhandtüchern zu bestücken. In den Schulen, die über Handtrockner verfügen, werden diese außer Betrieb genommen und dafür Einmalhandtücher zur Verfügung gestellt.

Wir bitten insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass sich die Schülerinnen und Schüler nach der Ankunft mit den Bussen in den Schulen und nach den Pausen die Hände waschen.

Die Ausstattung der Schulen mit Desinfektionsspendern ist nach Auskunft des Gesundheitsamtes nicht erforderlich.

2. Alltagsmasken werden empfohlen

Ob Gesichtsschutz, Tücher oder selbst geschneiderte Stoffmasken: Der Schwalm-Eder-Kreis empfiehlt - auch in Schulen - den Lehrern, Schülern und dem Schulpersonal das Tragen von Alltagsmasken. Diese können das Risiko verringern, andere Menschen beim Sprechen, Husten oder Niesen per Tröpfcheninfektion mit Krankheitserregern anzustecken. Den Träger können sie zudem davor schützen, sich zu oft ins Gesicht zu fassen und so Erreger auf sich selbst zu übertragen. Eltern empfiehlt der Schwalm-Eder-Kreis, ihre Kinder nach Möglichkeit entsprechend mit einer Alltagsmaske oder einem anderen Gesichtsschutz auszustatten. Der Schwalm-Eder-Kreis ist nicht in der Lage, die Schulgemeinde mit entsprechenden Behelfsmasken auszustatten. Verfügbares Material muss den sogenannten klinischen Infrastrukturen (Krankenhäuser, Altenheimen etc.) vorbehalten bleiben. Wir bitten um Verständnis.

3. Bei Krankheitssymptomen dringend zuhause bleiben

Zudem gilt die dringende Empfehlung, dass Schüler mit Erkältungssymptomen - unabhängig welcher Art oder Ausprägung – in jedem Fall zuhause bleiben sollen. Wir wissen, dass das Coronavirus insbesondere bei jungen Menschen nicht immer Symptome ausbildet oder zum Teil auch nur sehr schwache. Daher appellieren wir an Lehrer, Schüler und Eltern, dass Personen mit Krankheitsgefühl zwingend zuhause bleiben. Das ist immens wichtig. Unabhängig davon gilt es weiterhin, die aktuellen Abstands- und entsprechenden Hygieneregeln einzuhalten. Dafür wird den Bildungsträgern nahegelegt, auch die Schulaufsichts-Konzepte entsprechend anzupassen, damit auch auf dem Pausenhof, an den Bushaltestellen oder in den Schulfluren die Abstandsregelungen eingehalten werden können.

4. Intensivierte Reinigung und Flächendesinfektion

Seit Beginn der Notbetreuung lässt der Schwalm-Eder-Kreis Handkontaktflächen in den Schulen besonders intensiv reinigen. Daran wird mit Öffnung des Schulbetriebs angeknüpft: Alle sensiblen Bereiche und Flächen wie Tische, Sitzflächen der Stühle, Handläufe, Türklinken und -griffe, Lichtschalter, Bedienfelder von Aufzügen, WC-Sitze, Armaturen und Urinale werden desinfiziert - und die Räumlichkeiten intensiv gereinigt. Die Sekretariate als publikumsintensive Bereiche werden zudem auf Anforderung mit Plexiglas-Schutzplatten oder ähnlichem ausgestattet, um das Risiko für eine Tröpfcheninfektion weiter zu verringern. Die Reinigungskräfte und Schulhausverwalter sind angewiesen, einen ausreichenden Lagerbestand in den Schulen vorzuhalten. Der Schwalm-Eder-Kreis ist mit den Beförderungsunternehmen, die Schülerinnen und Schüler transportieren, im Gespräch, dass die Hygiene im Rahmen der Beförderung gewährleistet ist.

5. Cafeterien und Kioske weiterhin geschlossen halten

Auch die von den Schulen organisierte und konzipierte Mittagsverpflegung kann bis auf weiteres nicht angeboten werden und die vorhandenen Mensen, Ausgabeküchen und Kioske sind geschlossen zu halten. In der gegenwärtigen Krisensituation muss wieder auf das „Pausenbrot" zurückgegriffen werden.

6. Fachräume nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen nutzen

Da sich die Wiedereinführung des Unterrichts zunächst vorrangig auf die Hauptfächer bezieht, sollten Fachräume (Physik und Chemie) nur in ganz besonderen Ausnahmefällen, wie zum Beispiel für Chemieleistungskurse in Abschlussklassen genutzt werden. Eine mehrmalige Nutzung am Tag von unterschiedlichen Klassen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Die Schulen mit Kurssystem, insbesondere die Oberstufen der Gymnasien, werden gebeten, möglichst Räume mit Einzeltischen zu nutzen und diese in zwei Gruppen zu teilen, so dass aufeinanderfolgende Kurse verschiedene Tische nutzen können.

Die schrittweise Öffnung der Schulen für den Unterricht ist eine richtige und wichtige Entscheidung, um Stück für Stück zu einer neuen Normalität und einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Coronavirus zu gelangen.

Wir wissen, dass dadurch Schüler, Lehrer, Schulpersonal und auch Eltern vor besondere Herausforderungen gestellt werden. Nun gilt es, gemeinsam entsprechende Lösungen zu finden, die individuell an die jeweilige Situation in den Schulen angepasst werden können. Im Vordergrund steht, dass wir alle gemeinsam unser Möglichstes tun, um die Verbreitung des Virus weiter zu verlangsamen.

Wir hoffen, mit den von uns getroffenen Sicherheitshinweisen den Schulleiterinnen und Schulleiter, helfen zu können, die sicherlich schwierige Situation zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes besser bewerkstelligen zu können und wünschen viel Erfolg.

Download Original-Schreiben: Empfehlungen Hygiene Inbetriebnahme an Schulen ab 27.04.2020

Allgemeine Hygiene-Hinweise

 

Coronavirus Merkblatt Atemwegsinfektion


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