Wissenswertes rund um die Corona-Pandemie

Was ist noch erlaubt, was ist verboten? Welche Geschäfte und Einrichtungen bleiben geöffnet, welche sind geschlossen?

Nachstehend aufgeführte Regelungen gelten im Schwalm-Eder-Kreis bis mindestens 19. April 2020. Die Regeln wurden sowohl vom Bund, dem Land Hessen sowie dem Schwalm-Eder-Kreis angeordnet. Die genannten Hinweise sollen als Orientierungshilfen und zum besseren Verständnis dienen. Hierfür übernehmen wir als Schwalm-Eder-Kreis, wegen möglicher tagesaktueller Verordnungen, keine Gewähr.

Erlasse, Verordnungen und Auslegungshinweise des Landes Hessen

Was ist noch erlaubt, was ist verboten?

  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Personen des eigenen Hausstandes müssen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert werden.
    • Bedeutet: Menschen des eigenen Hausstandes sind die Personen, die an der gleichen Adresse gemeldet sind. In Mehrfamilienhäuser oder Häusern mit mehreren Wohneinheiten entspricht der Hausstand der jeweiligen Wohnung. Vom Besuch von Personen anderer Hausstände ist demnach im Sinne der Regelung abzusehen (zum Beispiel Besuch bei den Eltern). Personen von Risikogruppen können versorgt werden. Die Lebensmittel sollen ohne persönlichen Kontakt übergeben werden (zum Beispiel vor die Türe stellen).
       
  • Im öffentlichen Raum ist der Aufenthalt nur ALLEINE, mit nur EINER weiteren nicht im eigenen Hausstand lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstands gestattet.
    • Bedeutet: Zum Spazierengehen kann sich zum Beispiel mit einer Person eines anderen Hausstands getroffen werden. Hiermit soll eine mögliche soziale Isolation von alleinlebenden Personen verhindert sowie auch Hilfestellung für die Personen gegeben werden, die hilfsbedürftig sind und Unterstützung brauchen. Personen desselben Hausstands dürfen sich auch weiterhin gemeinsam, auch mit mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum bewegen.
       
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als oben genannten Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
    • Bedeutet: Bewege ich mich mit einer weiteren nicht im eigenen Hausstand lebenden Person im öffentliche Raum und begegne zu dieser Zeit beispielsweise einem weiteren Bekannten, so ist die zulässige Anzahl von 2 Personen überschritten und der Abstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.
       
  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.
    • Bedeutet: Von Fahrtwegen, die zum Zweck des Besuchs von nicht im eigenen Hausstand lebenden Personen dienen, ist abzusehen.
       
  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert.
     
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
     
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
     
  • In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
     
  • Die Abholung von bestellten Waren durch Kunden ist grundsätzlich verboten (ausgenommen sind die Abholung von mitnahmefähigen Speisen bei Gastronomiebetrieben sowie gewerbliche Abholdienste).
     
  • Lieferdienste, das heißt die Auslieferung bestellter Waren durch den Handel, sind weiterhin erlaubt.  

Welche Geschäfte sind weiterhin geöffnet?

  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Lebensmittelausgabestellen (Tafeln)
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste in der Gastronomie
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Poststellen
  • Der Zeitungsverkauf
  • Bau- und Gartenbaumärkte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel
  • Banken und Sparkassen
  • Tabak und E-Zigarettenläden
  • Blumenläden
  • Reinigungen
  • Waschsalons

Folgende Regeln sind für aufgeführte Verkaufsstellen zu beachten:

  • Je angefangener Verkaufsfläche von 20m² darf nur maximal eine Person in den Verkaufsraum (bei 800 m² also max. 40 Personen).
  • Verlässt eine Person den Verkaufsraum, darf eine neue Person rein.
  • Einkaufswagen sind nur noch in der maximalen Anzahl der Kunden vorzuhalten. Die Verkaufsstelle kann auch eine andere wirksame Methode anwenden.
  • Personen, die auf einen Rollator, Rollstuhl oder sonstiges Hilfsmittel angewiesen sind, können den Verkaufsraum natürlich auch ohne Benutzung eines Einkaufswagens betreten.
  • Alleinerziehende können mit ihren bis zu 12 Jahre alten Kindern gemeinsam, bei Benutzung eines Einkaufswagens, den Verkaufsraum betreten.
  • Personen sollen untereinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Das gilt auch bei den Kassen.
  • Flächen, die häufig angefasst werden, sollen regelmäßig (mindestens arbeitstäglich) gereinigt werden.
  • Waren dürfen nur in haushaltsüblichem Umfang abgegeben werden.

Welche Geschäfte sind geschlossen?

  • Alle Restaurants und Cafes (ausgenommen Lieferservice)
  • Bars
  • Kneipen
  • Eisdielen, auch mobile Eisautos sowie Lieferservice und Straßenverkauf
  • Friseure
  • Hundesalons
  • Clubs
  • Diskotheken
  • Theater
  • Opern
  • Konzerthäuser
  • Kinos
  • Museen
  • Fitnessstudios
  • Schwimmbäder
  • Saunen
  • Volkshochschulen
  • Musikschulen
  • Ausstellungen und Messen
  • Öffentliche und private Bildungseinrichtungen
  • Sportvereine und andere Sport- und Freizeiteinrichtungen, Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen
  • Freizeit- und Tierparks
  • Spielplätze
  • Spielbanken und Spielhallen
  • Einrichtungen des Prostitutionsgewerbes
  • Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen (Ausnahmen gelten nur für Geschäftsreisende und Einsatzkräfte)
  • Campingplätze und Wohnmobilstellplätze

Die Abholung vorher bestellter Waren in den Geschäften, die geschlossen sein müssen, durch den einzelnen Kunden, sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Was gilt für Trauerfeiern und Beerdigungen?

  • Sie dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden, möglichst mit nicht mehr als 5 Personen. Die maximal zulässige Anzahl von Personen beträgt 20, allerdings mit Pfarrer beziehungsweise Pfarrerin, Bestattungshelfern, usw.).
  • Trauerfeiern dürfen nur im Freien stattfinden.
  • Trauergäste müssen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten.
  • Die Verantwortlichen (Pfarrer, Bestatter) haben darauf zu achten, dass die Regelungen eingehalten werden. Eine Anwesenheitsliste ist zu führen und für mindestens 4 Wochen aufzuheben.

Gibt es Einschränkungen bei der Abfallentsorgung?

Alle Anlagen der für den Schwalm-Eder-Kreis zuständigen Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) sind für Privatanlieferer geschlossen. Sonderabfallsammlungen durch das Schadstoffmobil finden bis auf weiteres nicht mehr statt.

Weitere, tagesaktuelle Informationen auch zum Umgang mit Abfallentsorgung in Quarantänehaushalten finden Sie auf den Seiten der Abfallwirtschaft Lahn-Fulda.

Was gilt für Schornsteinfeger?

Die Arbeiten der Schornsteinfeger sind auch in der aktuellen Situation wichtig und notwendig, vor allem im Sinne des Brandschutzes und der Betriebssicherheit von Heizungsanlagen. Das Land Hessen hat die Zunft der Kaminkehrer ausdrücklich als "erlaubt" eingestuft. (Auslegungshinweise zur Vierten Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus) 

Grundsätzlich gilt es, die empfohlenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Sollten Sie sich in häuslicher Quarantäne oder Isolation befinden, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrem Schornsteinfeger auf, um beispielsweise Terminverschiebungen oder ggf. mögliche Fristverlängerungen zu verabreden.

Wenn Sie der besonders gefährdeten Personengruppe angehören, bitten Sie Familie, Freunde oder Nachbarn darum, den Termin an Ihrer Stelle wahrzunehmen und dem Schornsteinfeger den Zugang zu ermöglichn oder setzen Sie sich ebenfalls vorab telefonisch mit Ihrem Schornsteinfeger in Verbindung, um mögliche Alternativen zu verabreden.

Bußgelder des Landes Hessen bei Verstößen gegen die Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus

Verstöße gegen die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus können ab dem 03.04.2020 einheitlich mit Bußgeldern belegt werden. Um eine landesweit einheitliche Praxis sicherzustellen, wurden den Behörden zugleich Regelsätze für die einzelnen Bußgeldtatbestände vorgegeben.

Die Bußgelder fußen auf dem Infektionsschutzgesetz. Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Dies betrifft im Wesentlichen vorsätzliche Verstöße, etwa das Abhalten verbotener Veranstaltungen oder Verstöße gegen Quarantäneanordnungen.

Alle anderen Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten von den Ordnungs- und Gesundheitsämtern geahndet. Verstöße gegen die folgenden Verbote werden mit den entsprechenden Regelsätzen geahndet. Es handelt sich hier um Beispiele:

Regelsatz von 200 Euro

  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen (Ausnahme: Familien oder häusliche Gemeinschaft), der Regelsatz gilt pro Teilnehmer
  • Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Wahrnehmung von touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstige Sportangebote
  • Nichtbeachtung der Vorgaben zu Hygienemaßnahmen (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) oder das unerlaubte Betreten solcher Einrichtungen durch Besucher

Regelsatz von 500 Euro

  • Verstoß gegen die Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten

Regelsatz von 200 bis 1.000 Euro

  • Das Organisieren von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstigen Sportangeboten
  • Das Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Dies betrifft zum Beispiel die Geschäftsführung eines Unternehmens.

Regelsatz von 500 bis 5.000 Euro

  • Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechende Angebote
  • Verstoß gegen das Bewirtungsverbot
  • Unerlaubtes Anbieten von Übernachtungen

Ausführliche Anwendungshinweise und Richtlinien für den Vollzug der Ge- und Verbote aus den Corona-Verordnungen

Informationen für Familien, Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber

Was kann ich tun, wenn ich in häuslicher Quarantäne bin?

Denken Sie auch in Ihren eigenen 4 Wänden an die vorbeugenden Hygienemaßnahmen.

  • Geben Sie Ihren Tagen Struktur, setzen Sie sich erreichbare Ziele.
  • Bleiben Sie über Telefon und soziale Medien in Kontakt mit Familie und Freunden.
  • Bitten Sie Familie, Freunde, Nachbarn Ihre Besorgungen für Sie zu erledigen, oder wenden Sie sich an Ihre Kommune oder ehrenamtliche Organisationen.
  • Bleiben Sie körperlich und mental aktiv.
  • Probieren Sie Entspannungsübungen aus.
  • Gestalten Sie Ihren Medienkonsum bewusst und informieren Sie sich bei seriösen und vertrauenswürdigen Quellen zum aktuellen Stand der Corona-Pandemie.
  • Zögern Sie nicht, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu suchen.

Weitere Informationen und hilfreiche Hinweise finden Sie in der Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe "Tipps bei häuslicher Quarantäne".

Handlungsanweisungen für Patienten mit bestätigter Erkrankung in häuslicher Isolierung und deren Angehörige finden Sie im Flyer des Robert Koch Instituts.

Die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda stellt auf ihren Internetseiten wichtige Informationen zur Entsorgung von Abfällen in Quarantäne-Haushalten bereit.

Wie kann ich meinem Kind helfen mit der Situation Quarantäne umzugehen?

Eine vertraute Bezugsperson in der Nähe zu haben, ist oft schon eine große Hilfe. Seien Sie für Ihr Kind da und das wichtigste: Bewahren Sie sich selbst eine positive Grundhaltung, das überträgt sich auch auf Ihr Kind.

  • Geben Sie Ihrem Tagesablauf eine feste Struktur.
  • Seien Sie bei Absprachen besonders zuverlässig.
  • Sorgen Sie für körperliche Betätigung Ihres Kindes.
  • Achten Sie auf gesunde Ernährung.
  • Sorgen Sie für mentale Beschäftigung (Lesen, Tagebuch schreiben …) für Ihr Kind.
  • Probieren Sie gemeinsam Entspannungsübungen aus.

Weitere Informationen und hilfreiche Hinweise finden Sie in der Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katatstrophenhilfe "COVID-19: Tipps für Eltern".

Können Eltern zu Hause bleiben, wenn Kita/Schule geschlossen sind?

Zunächst müssen Eltern alle „zumutbaren Anstrengungen“ unternehmen eine Kinderbetreuung anderweitig sicherzustellen. Da es sich bei Menschen über 60 um eine Risikogruppe handelt, wird dringend davon abgeraten, die Großeltern in die Betreuung der Kinder einzubeziehen. Das Gespräch mit dem Arbeitgeber sollte der erste Schritt sein. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales appelliert an alle Arbeitgeber, zusammen mit den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pragmatische Lösungen (z.B. Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten, etc.) zu vereinbaren, welche den Belangen der Familien und der Arbeitsfähigkeit der Betriebe und Einrichtungen Rechnung tragen. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Gibt es einen Anspruch auf Heimarbeit?

Ein gesetzlicher Anspruch, von zu Hause aus zu arbeiten, besteht nicht. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können dies jedoch mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Die Option kann sich zudem aus einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag ergeben. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Betriebe, Unternehmen, Selbständige und Kulturschaffende?

Aktuelle Informationen zur Unterstützung von Unternehmen, Arbeitgebern und Selbständigen erhalten Sie bei der Wirtschaftsförderung des Schwalm-Eder-Kreises: Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen: Aktuelle Informationen zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft

Gibt es eine Notbetreuung für Kindergartenkinder im Schwalm-Eder-Kreis? An wen muss ich mich wenden?

Für die Notbetreuung der Kindergartenkinder sind die Städte und Gemeinden verantwortlich. Die Städte und Kommunen prüfen auch ob die Eltern einen Anspruch auf Kinderbetreuung haben. Tagespflegepersonen prüfen die Anspruchsberechtigung der Eltern selbständig. Sollten Eltern eine Tagespflegeperson benötigen, weil alle Notbetreuungsplätze in den Kitas belegt sind, können sich Eltern direkt über die Hotline an das Jugendamt unter 05681 775 222 wenden.

Müssen Betreuungsplätze weitergezahlt werden?

Ob Gebühren für die Kita-Notbetreuung anfallen oder für die nicht stattfindende reguläre Betreuung erlassen werden, obliegt der Entscheidung der Städte und Gemeinden. Sollte eine Betreuung bei der Tagespflegeperson nicht stattfinden können, wird der Schwalm-Eder-Kreis vom Kostenbeitrag absehen und auch für den bereits erhobenen Monat März anteilig rückwirkend erstatten. Die Meldung ob ein Kind betreut wurde oder nicht, erfolgt dabei über die Tagespflegeperson.

An wen können sich Schwangere und Eltern mit Kindern unter 3 Jahren wenden, wenn Sie Fragen und Sorgen rund um die Familie haben?

Die meisten Anlauf- und Beratungsstellen für Familien und werdende Eltern sind aktuell für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen.  Die Stellen sind aber weiterhin besetzt und in der Regel telefonisch erreichbar.
Weitere Kontakte zu Anlaufstellen hat Nationale Zentrum Frühe Hilfen auf folgenden Seiten gesammelt: https://www.elternsein.info/beratung-anonym/anonym-kostenlos/corona-zeiten-beratung-jetzt-fuer-eltern/

Fragen und Antworten zum Coronavirus (COVID-19)

Was ist das Coronavirus?

In Verbindung mit der dadurch ausgelösten Krankheit nennt man das Virus SARS-CoV-2. Die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit wird COVID-19 genannt.

Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Eine Infektion mit dem Virus kann zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten kann das Virus mit einem schwereren Verlauf einhergehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündungen führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen (z.B. Lungenkrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen u.ä.) litten.

Wie schätzt das Robert-Koch-Institut derzeit die Gefahrenlage für Deutschland ein?

Momentan kommt es zu einer ständigen Änderung der Lage. Daher ist es sinnvoll, sich tagesaktuell über die Internetseite des Robert-Koch-Institutes zu informieren. Die aktuelle Risikobewertung für Deutschland finden Sie hier: Coronavirus Risikobewertung externerlink

Wie wahrscheinlich ist ein schwerer Krankheitsverlauf?

Es gibt ein großes Spektrum verschiedener Krankheitsverläufe  - von fehlenden Symptomen, leichten Erkältungssymptomen bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Besonders anfällig sind Personen, deren Immunsystem geschwächt ist, die eine Lungenerkrankung oder eine Herz-Kreislauferkrankung haben und/oder älter als 60 Jahre sind.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationsszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome, beträgt bis zu 14 Tage, in der Regel 2 – 10 Tage. Krankheitszeichen, die erst nach dieser Inkubationszeit auftreten, sprechen gegen eine Infektion mit dem Coronavirus.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Die Übertragung von Mensch zu Mensch steht inzwischen ganz im Vordergrund. Sie geschieht in erster Linie durch Atemwegströpfchen wie bei der Grippe. Im Allgemeinen setzt die Ansteckungsfähigkeit mit Beginn der Symptome ein. Allerdings können auch Patienten mit milden oder fehlenden Symptomen ansteckend sein. Daneben kommt auch eine Kontakt- und Schmierinfektion durch die Hände grundsätzlich in Betracht. Daher ist, wie bei Influenza, eine gute Händehygiene besonders wichtig!

Kann man sich durch Importe oder Postsendungen aus den Risiko-Gebieten infizieren?

Von importierten Waren, Postsendungen oder Koffern, die keine lebenden oder toten Tiere bzw. frische Tierprodukte enthalten, geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation und dem Bundesinstitut für Risikobewertung kein Infektionsrisiko aus. Eine Infektion mit dem Coronavirus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, z. B. importierte Postsendungen oder Gepäck, erscheint unwahrscheinlich. Generell ist das gründliche Händewaschen ein wichtiger Bestandteil, um sich vor Infektionen zu schützen.

Gibt es Medikamente gegen das Virus?

Die Erkrankung kann bisher nur symptomatisch behandelt werden. Ein spezielles Medikament gegen das Virus gibt es bislang nicht.

Wie kann man sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen?

Durch häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife, vor allem vor dem Essen kann man das Risiko einer Ansteckung vermindern. Ergänzend kann auch ein Händedesinfektionsmittel verwendet werden. Fassen Sie sich nicht mit der Hand ins Gesicht! Husten und Niesen Sie in die Ellenbeuge. Wenn Sie krank sind, bleiben Sie am besten zu Hause! Meiden Sie (wie allgemein in der Erkältungs-und Grippezeit empfohlen) grössere Menschenansammlungen. Halten Sie Abstand zu anderen (ca. 1m) und vermeiden Sie das Händeschütteln.

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronarvirus?

Grundsätzlich genügen dazu Wasser und Seife. Zur Desinfektion sind Mittel mit der Angabe "begrenzt viruzid", "viruzid plus" oder "viruzid" anzuwenden.

In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegserkrankungen sinnvoll?

Für eine an Infekten der oberen Atemwege erkrankte Person, die sich im öffentlichen Raum bewegen muss, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll. Es soll das Risiko einer Weiterverbreitung von Erregern vermindern. Für Gesunde (außerhalb des medizinischen Bereiches) wird das Tragen von Masken derzeit nicht empfohlen.

Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall?

Wenn Sie z.B. aus einem Risikogebiet zurückkehren und unter Fieber, Husten oder Atemnot leiden, vermeiden Sie engen Kontakt zu Personen. Suchen Sie einen Arzt nur nach telefonischer Voranmeldung auf, um sich untersuchen zu lassen oder rufen Sie im Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises unter 05681 775-123 an. Dies gilt auch für Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem nachweislich an Coronavirus-Erkrankten hatten!

Darf der Arbeitgeber einen Nachweis über eine Coronavirus-Testung von den Arbeitnehmern verlangen, die vor kurzem aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückgekehrt sind?

Eine Untersuchung beschwerdefreier Personen, die weder aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, noch Kontakt zu nachweislich an COVID-19 Erkrankten hatten, wird vom Gesundheitsamt nicht befürwortet.

Kann man sich auch bei fehlenden typischen Symptomen auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen?

Eine Testung wird erst durchgeführt, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht. Dazu gehört z.B. ein Aufenthalt in einem Risikogebiet. Für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten ohne Beschwerden gibt es keinen Grund für eine Untersuchung auf das neuartige Coronarvirus!

Wo erfährt man, ob eine Reise in ein betroffenes Land/Region noch sicher ist?

Das Auswärtige Amt stellt Informationen auf seiner Internetseite zur Verfügung, unter: Coronavirus Reisewarnungen

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Häufig gestellte Fragen und Antworten zum neuartigen Coronavirus als PDF zum Download: Coronavirus FAQ