Landrat Winfried Becker verleiht Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst sowie eine Sonderstufe für 50 Jahre

Veröffentlicht am: 09.10.2019

Landrat Winfried Becker verleiht Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst sowie eine Sonderstufe für 50 Jahre

Landrat Winfried Becker im Kreise der Geehrten mit den jeweiligen Bürgermeistern bzw. Stadträten sowie den Gemeinde- und Stadtbrandinspektoren

Landrat Winfried Becker freute sich besonders bei der Begrüßung der zu Ehrenden, da bei diesem Termin zwei Besonderheiten vertreten waren. Nicht nur, dass wieder einmal eine Frau das Goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst verliehen bekam, sondern dass ebenfalls die Sonderstufe für 50 Jahre aktiven Dienst am gleichen Tag zur Auszeichnung kam. Beides sind Besonderheiten, so der Landrat zum einen, weil vor 40 Jahren Feuerwehr noch überwiegend eine Männerdomäne war und zum anderen weil 50 Jahre im Dienst der Allgemeinheit auch etwas Besonderes ist und in seiner Amtszeit als Landrat noch nicht oft vorkam, so Becker. „Wir brauchen jede Frau und jeden Mann im Feuerwehrdienst!“ betonte der Landrat, umso erfreulicher ist es, dass unter den fast 5.000 aktiven Feuerwehrangehörigen der Anteil der Frauen bei 15 % liegt und stetig steigt, zumal an der Spitze der Feuerwehren im Schwalm-Eder-Kreis mit Tanja Dittmar als Kreisbrandinspektorin ebenfalls eine Frau steht. „Das ist ein gutes Signal, aber es ist auch noch ausbaufähig.“ so Becker.

Landrat Winfried Becker dankte den Anwesenden für die geleistete Dienstzeit zum Wohle der Allgemeinheit. 40 bzw. 50 Jahre Dienst im Ehrenamt sind nicht mehr selbstverständlich in der heutigen Zeit. Viele Menschen wollen sich nicht mehr langfristig in Aufgaben und vor allem in Verantwortung binden, sondern sind eher bereit projektbezogen mitzuarbeiten. Das geht allerdings bei der Feuerwehr nicht. Die Entwicklung, die die Geehrten in ihrer Dienstzeit erlebt haben macht es erforderlich, ständig am Puls der Zeit zu bleiben. Dies bedeutet für die Feuerwehrangehörigen sich stetig fortzubilden. Die Technik hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und der Hilfesuchende erwartet, dass ihm professionell und schnell geholfen wird. Dass die Hilfe von Ehrenamtlichen kommt wissen die wenigsten und zwar von dem Ehrenamtlichen, der grade noch an der Arbeit oder bei seiner Familie war und zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit ist in den Einsatz zu gehen, so Becker. Denn die Einsätze kommen meist unverhofft.

Den Dankesworten des Landrates schloss sich Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper an. Er sprach als Vertreter der Städte- und Gemeinden an die Geehrten. „Feuerwehr funktioniert nur, weil sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren.“ so Vesper. „Wir als Kommunen können nur eines tun, nämlich die Feuerwehren zusammen mit dem Kreis gut ausstatten, damit sie ihre Arbeit leisten können.“ betonte Bürgermeister Vesper.

Respektvollen Dank sprach Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar den Geehrten aus. Sie dankte vor allem den Angehörigen und Familien für das Verständnis, weil das sind die Personen, die zurückstecken müssen, wenn Feuerwehrleute zum Einsatz oder zum Übungsdienst gehen.

Die Geehrten:

für 40 Jahre aktiven Dienst:

Jürgen KRAFT, Edermünde-Besse

Hartmut WAGNER, Felsberg

Ulrich WAGNER, Felsberg

Helmut PESCHEL, Felsberg-Brunslar

Michael HEIL, Frielendorf-Leuderode

Erich LANGE, Melsungen-Obermelsungen

Wolfgang STÄHLING, Willingshausen-Loshausen

Erwin KORELL, Willingshausen-Merzhausen

Andrea HEYDE, Willingshausen-Wasenberg

SONDERSTUFE für 50 Jahre aktiven Dienst:

Gerhard NAGEL, Borken-Kleinenglis