Pressemeldung Schwälmer Dorfmuseum Holzburg

Veröffentlicht am: 10.07.2019

Am Sonntag, 21. Juli 2019, 11.30 Uhr hält Frau Dr. Renate Buchenauer aus Marburg in der Hospitalkapelle in Treysa einen Vortrag über die Hugenotten in Hessen. Titel: Flucht- Exil-Integration. Die Hugenotten in Hessen- Wege der Integration an ausgewählten Beispielen. Frau Dr. Buchenauer ist Initiatiorin des Hugenotten- und Waldenserpfades, der vom Europarat seit 2013 in die Liste der Europäischen Kulturrouten aufgenommen worden ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Heimat und Fremde" statt, die das Schwälmer Dorfmuseum Holzburg gemeinsam mit der Volkshochschule Schwalm-Eder durchführt. Den Veranstaltern geht es darum, zu zeigen, dass schon immer Fremde in dieser Region gelebt und das kulturelle Leben in der Schwalm bereichert haben. Am Nachmittag schließt sich ein Rundgang auf den Spuren der Hugenotten in Frankenhain mit Reinhard Darmstadt vom Hugenotten- und Geschichtsverein und Bernd Raubert vom stadtgeschichtlichen Arbeitskreis Treysa an. Treffpunkt: 14 Uhr an der Kirche Frankenhain.

Vor über 300 Jahren kamen protestantische Hugenotten auf der Flucht vor Gewalt und Verfolgung aus Frankreich in die deutschen Länder. Hier wurden sie aufgenommen, und ihre Ansiedlung wird oft als beispielhafte Integration geschildert. Der Vortrag beleuchtet an einigen Beispielen das historische Geschehen des Ankommens und des  "Wurzelschlagens" der Glaubensflüchtlinge und zeigt, welche Faktoren für Erfolg und Misserfolg einer Integration maßgebend waren. Dabei wird auch auf die Geschichte der Hugenotten in Treysa Bezug genommen, denn hier hinterließen die neuen Bewohner v.a. Spuren im Textilgewerbe und in der Sozialfürsorge.

Schwälmer Dorfmuseum Holzburg - Hugenotten in Hessen

Abbildung: Konrad Planet, Hugenotte und Begründer der Knopfindustrie in Treysa
Foto: Schwälmer Dorfmuseum Holzburg