Die Wirtschaftsförderung – vielseitiger und vertrauensvoller Ansprechpartner im Schwalm-Eder-Kreis

Veröffentlicht am: 25.01.2021

Pressebild_final_Ausschnitt Das Team der Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie besonders gefordert. Neben einer eigens eingerichteten Telefon-Hotline zu Wirtschaftsfragen wird regelmäßig ein Newsletter mit hilfreichen Informationen für Unternehmen per E-Mail versandt.

Die Gewerbeansiedlung, der Breitbandausbau, die ländliche Entwicklung sowie die Ausbildungsförderung sind nur beispielhaft für die Vielfältigkeit der Aufgaben zu nennen, die das Team der Wirtschaftsförderung - rund um die Leiterin Tatjana Grau-Becker- jeden Tag bearbeitet. Das dieses Team insbesondere in Krisenzeiten gut funktioniert, wurde in den letzten Monaten der Corona-Krise mehrfach unter Beweis gestellt.

Um den Unternehmen im Landkreis einen noch größeren Dienstleistungsnutzen zu bieten, wird der Fachbereich nun um eine Stelle ergänzt. Neben dem Betriebsübergabecoach, der seit zwei Jahren erfolgreich Unternehmen im Schwalm-Eder-Kreis bei der Nachfolge berät, ist der Nachfolgecoach die sinnvolle Ergänzung, um für die abgebenden Betriebe potenzielle Nachfolger zu finden.

Allein im Schwalm-Eder-Kreis werden in den nächsten Jahren ca. 1.200 Betriebe einen Nachfolger benötigen, davon wird ungefähr die Hälfte der Unternehmen von einem Familienmitglied weitergeführt. Für die anderen Unternehmen müssen noch Nachfolger gesucht werden. „Diese Unternehmen sichern nicht nur Arbeitsplätze, sie erhöhen die Lebensqualität jedes Einzelnen und fördern insgesamt die wirtschaftlichen Entwicklungen des ländlichen Raums“, sagt Tatjana Grau-Becker und unterstreicht damit die Wichtigkeit der beiden Coaches.

„Nexxt Now“ – Unternehmensnachfolge im Verbund

Mehrere Institutionen aus Nordhessen sind einem Aufruf des Bundeswirtschaftsministeriums nachgekommen und haben sich in dem geförderten Verbundprojekt „Nexxt Now“ zusammengeschlossen, um für nordhessische Unternehmen potenzielle Nachfolger zu qualifizieren.

Gemeinsam mit der IHK Kassel-Marburg, der Kreishandwerkerschaft Kassel, der Zeus GmbH sowie dem Regionalmanagement Nordhessen sollen Nachfolgeinteressierte angesprochen, beraten und begleitet werden. Insgesamt sind Fördermittel in Höhe von 885.000 Euro bewilligt worden.

„Dieses Projekt ist ein echter Gewinn für die gesamte nordhessische Region und im Besonderen für unseren Schwalm-Eder-Kreis. Es dient der Förderung des Unternehmertums und dem Erhalt vieler kleiner und mittelständischen Unternehmen vor Ort. Ich habe große Hoffnung, dass das Nachfolgecoaching ähnlich erfolgreich wirkt, wie das bereits im Projekt Übergabecoach läuft. Da bekommen wir für die wirtschaftliche Zukunft in unserem Landkreis eine tolle Chance, von der ich mir erhoffe, dass diese von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern wahrgenommen wird“, betont Landrat Becker.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“. Es werden bundesweit 30 Modellprojekte gefördert, die innovative Unterstützungsangebote bei der Unternehmensnachfolge regional erproben und damit neue Impulse setzen wollen. Zum 01. Februar 2021 tritt die Stelle des Nachfolgecoach Frau Simone Gerbig an. Sie ist studierte Betriebswirtschaftlerin und hat eine Zusatzausbildung als Coach.

Was gibt es noch:

Neben den Beratungsangeboten des Übergabe- und Nachfolgecoachings steht den Unternehmen und deren Beschäftigen im Schwalm-Eder-Kreis ein Bildungscoach bei Fragen zu Qualifizierung und Weiterbildung zur Verfügung. Er begleitet den Qualifizierungsprozess und hilft bei der Suche und Beantragung von Fördermitteln für Qualifizierungen.

In Nachqualifizierungen sehen wir eine wirkliche Chance sowohl für die Betriebe als auch für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, bekräftigt Landrat Becker. Die Unternehmen können neue Fachkräfte gewinnen, indem sie Mitarbeiter an sich binden, die den Betrieb bereits gut kennen und deren Erfahrungen damit erhalten bleiben. Die Beschäftigten sichern durch bessere Qualifikation ihren Arbeitsplatz und die Chance auf einen späteren Aufstieg.