Ländliche Regionalentwicklung / LEADER

In Hessen werden Förderangebote der ländlichen Regionalentwicklung im Rahmen des LEADER-Ansatzes umgesetzt.

LEADER ist eine EU- Förderstrategie zur Unterstützung ländlicher Regionen. Der Begriff LEADER ist eine Abkürzung für die französische Bezeichnung:“Liaison entre actions de développement de léconomie rurale“, was übersetzt wird mit „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der Wirtschaft im ländlichen Raum“. LEADER folgt dem Grundgedanken, Menschen vor Ort an der Gestaltung regionaler Prozesse zu beteiligen und ihnen die Möglichkeit zu geben Projekte anzustoßen und umzusetzen.

Ziele

Die Stärkung von Regionen im ländlichen Raum als attraktive Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsräume ist Ziel der Regionalentwicklung. Jede Region verfolgt eigene Strategien und Ziele aufbauend auf dort vorhandenen Potentialen.

Verfahren

Das Programm ist ausgerichtet auf von der EU festgelegte Laufzeiten. Die aktuelle Förderperiode beinhaltet den Zeitrahmen von 2014 – 2020. Die Basis bildet das jeweilige Regionale Entwicklungskonzept (REK). Die darin benannten Handlungsfelder und Entwicklungsziele der jeweiligen Region, die Strategien zur Verwirklichung und die Leitprojekte liefern die Richtschnur zur Projektumsetzung.

Den Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) als Träger und Motor der regionalen Entwicklung obliegt es den Prozess zu steuern und Projekte im Sinne der Zielsetzung auf den Weg der Umsetzung zu bringen. Für die Projektrealisierung stellen die EU, der Bund und das Land Hessen Fördergelder zur Verfügung.

Förderung

Die Förderung umfasst ein breites Spektrum von Projekten in den Themenfeldern Wirtschaft, Kultur, Daseinsvorsorge, Landtourismus, Vermarktung und bürgerschaftliches Engagement unter Beachtung der Zielsetzungen des jeweiligen Regionalen Entwicklungskonzeptes.

  • Regelförderung für kommunale Träger 65%, maximal 200.000 €
  • Regelförderung für öffentliche nicht-kommunale Träger 60 %, maximal 200.000 €
  • Regelförderung für private Träger 35 %, maximal 45.000 €, bei Gründung touristischer Kleinstunternehmen maximal      25.000 €
  • Mindestinvestitionssumme (Bagatellgrenze) 10.000 € netto bei investiven Vorhaben, 1.500 € netto bei nicht-investiven Vorhaben
  • Die Antragstellung muss auf jeden Fall vor Beginn der Maßnahme erfolgen!

Im Schwalm-Eder-Kreis sind in der aktuellen Förderperiode 5 Lokale Aktionsgruppen vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz anerkannt. Die Zuschnitte der Regionen und somit der Fördergebiete beinhalten das gesamte Kreisgebiet und Teile benachbarter Kreise.

o    Casseler Bergland mit den Kommunen Edermünde, Gudensberg und Niedenstein
o    Kellerwald-Edersee mit den Kommunen Bad Zwesten, Fritzlar, Gilserberg und Jesberg
o    Knüll mit den Kommunen Frielendorf, Homberg, Knüllwald, Neukirchen, Oberaula, Ottrau und Schwarzenborn
o    Mittleres Fuldatal mit den Kommunen Felsberg, Guxhagen, Körle, Malsfeld, Melsungen, Morschen und Spangenberg
o    Schwalm-Aue mit den Kommunen Borken, Neuental, Schrecksbach, Schwalmstadt, Wabern und Willingshausen

Ansprechpartner sind zunächst die Regionalmanagements der 5 LEADER-Regionen:
o    Region Casseler Bergland: Herr Oliver Sollbach, Tel. 05692-99777 14, mail o.sollbach@region-kassel-land.de
o    Region Kellerwald-Edersee: Frau Lisa Küpper, Tel. 05621-9694620, mail info@region-kellerwald-edersee.de
o    Region Knüll: Frau Dr. Brigitte Buhse, Tel. 06677-919030, mail buhse@knuell.de
o    Region Mittleres Fuldatal: Frau Marion Karmann, Tel. 05661-500291, mail m.karmann@zgmf.de
o    Region Schwalm-Aue: Frau Sonja Pauly, Tel. 05683-500960, mail sonjapauly@wabern.de

Über Projektanträge entscheidet die Lokale Aktionsgruppe. Die Bewilligung der Fördergelder erfolgt durch die Arbeitsgruppe 80.3 - Dorf- und Regionalentwicklung - im Fachbereich Wirtschaftsförderung.

Kleinstunternehmen der Grundversorgung

Dieses Förderangebot richtet sich an Existenzgründer oder bestehende Betriebe des Handwerks, des Handels und anderer Dienstleistungen, die gemäß EU-Definition als Kleinstbetriebe einzustufen sind, im ländlichen Raum zu einer wohnortnahe Versorgung beitragen und qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse stellen.

Ziele

Mit dem Programm sollen Anreize geschaffen werden für eine bedarfsorientierte Gründung und Entwicklung von solchen Unternehmen im Bereich Handwerk und der Dienstleistungssektoren Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie, Betreuung, Gesundheit, Kultur und Mobilität. Defizite in der Grundversorgung sollen ausgeglichen werden.

Verfahren

Das Verfahren und der Umfang der zur Verfügung stehenden Fördergelder werden jährlich neu geregelt und im Rahmen eines Aufrufs des Ministeriums bekannt gemacht. Die Arbeitsgruppe 80.3 ist die für den Schwalm-Eder-Kreis zuständige Förderstelle und steht interessierten Unternehmen und Existenzgründern für eine Beratung zur Verfügung. Eingebunden in das Verfahren ist die für die jeweilige Region im Schwalm-Eder-Kreis zuständige Lokale Aktionsgruppe (LAG).

Förderung

Gefördert werden die im Zusammenhang mit der Gründung bzw. Entwicklung eines solchen Unternehmens verbundenen Investitionen, wie der Erwerb einer Betriebsstätte, bauliche Investitionen, langlebige Wirtschaftsgüter und die im Zusammenhang mit der Projektumsetzung stehenden Dienstleistungen. Die Höhe der Förderung ist gestaffelt.

Vorhaben mit Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzschaffung können mit einem Zuschuss von bis zu 200.000 € gefördert werden. An einer Förderung Interessierte können ab sofort bis spätestens 10. Mai 2019 bewilligungsreife Anträge beim Landkreis einreichen.

Ansprechpartner:

Ute Heppe

Petra Wagner

Den Aufruf des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt es für Sie hier zum Download.

Regionaltypische Ferienhäuser und Ferienwohnungen

In der ländlichen Regionalentwicklung besteht im Handlungsfeld Landtourismus eine besondere Offerte für die Schaffung von hochwertigen Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Der Förderansatz beinhaltet die Sanierung zur Erhaltung der Bausubstanz und die Umnutzung regionaltypischer Gebäude für eine touristische Nutzung.

Ziel

Es soll ein Beitrag für die Schaffung eines besonderen Angebots entsprechend der Landtourismusstrategie zum Profilthema „Natur- und Landerlebnis“ geleistet werden. Gleichzeitig wird die Innenentwicklung in den Dörfern unterstützt und kulturelles Erbe gesichert.

Verfahren

Das Verfahren basiert auf einen Aufruf des Ministeriums, der einmal pro Jahr erfolgt. Obligatorische und fakultative Qualitätsmerkmale sind Fördervoraussetzung, bzw. wirken sich auf das Ranking bei der Auswahl aus. In die Beratung eingebunden sind die Regionalmanagements der jeweils zuständigen Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Die Arbeitsgruppe 80.3 stellt die Förderfähigkeit sowie die Bewilligungsreife der Anträge fest und bewilligt die Anträge nach der Auswahl durch das Ministerium.

In das Verfahren eingebunden ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.Regelungen der Zuständigkeiten und der Bezuschussung sind den Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung in der aktuellen Fassung vom 22. März 2018 zu entnehmen.

Förderung

Förderfähige Vorhaben können mit Zuschüssen für eine Ferienwohnung in maximaler Höhe von 25.000 € bezuschusst werden, die zulässige Gesamtzuwendung für mehrere Wohnungen beträgt 75000 €.

Wenn Sie Investitionen zur Schaffung eines derartigen touristischen Angebots beabsichtigen, können Sie ab sofort bis spätestens 17. Mai 2019 bewilligungsreife Anträge beim Landkreis einreichen.

Den Aufruf des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt es für Sie hier zum Download.

Beratend zur Verfügung stehen Ihnen die Regionalmanagements der 5 LEADER-Regionen.

Die Ansprechpartner für die jeweilige Region in der Arbeitsgruppe 80.3 – Dorf- und Regional-entwicklung- sind:

Ansprechpartner: Friedhelm Beckmann

Ansprechpartner für die jeweilige Region:

Region Mittleres Fuldatal

Ansprechpartner: Frau Petra Wagner

Region Schwalm-Aue

Ansprechpartner: Frau Petra Wagner

Region Casseler Bergland

Ansprechpartner: Herr Stefan Cichosz

Region Kellerwald-Edersee

Ansprechpartner: Frau Angelika Roth

Region Knüll

Ansprechpartner: Frau Ute Heppe