51.6 - Jugendgerichtshilfe

Fachbereichsleitung:

05681/775-510

Ansprechpartner:

Email Name Telefon
05681/775-580
05681/775-575
05681/775-582
05681/775-554

Adresse:

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises, FB 51.6
Straße:
Parkstraße 6
PLZ/Ort:
34576 Homberg (Efze)

05681/775-575

Beschreibung:

Die Jugendgerichtshilfe ist eine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe des Jugendamtes. Sie wird immer dann tätig, wenn ein Jugendlicher (Altersgruppe 14 – 17 Jahre) oder ein Heranwachsender (Altersgruppe 18 – 21 Jahre) eine Straftat begangen hat und ein Verfahren eingeleitet wird. Die Jugendgerichtshilfe wirkt im jugendrichterlichen Verfahren mit und hat frühzeitig zu prüfen, ob für den Jugendlichen oder jungen Volljährigen Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen. Dazu gehört, die Jugendlichen und Heranwachsenden während des gesamten Straf­verfahrens zu betreuen, sowie die Angeklagten und deren Eltern zu allen Fragen des anstehenden Strafverfahrens zu beraten und bei Bedarf sozial­pädagogische Hilfen zu vermitteln.

Die Jugendgerichtshilfe berichtet dem Gericht und der Staatsanwaltschaft über den Werdegang und die persönliche Situation des Angeklagten, nimmt unter Berücksichtigung aller pädagogischen und sozialen Gesichtspunkten Stellung und berät das Gericht hinsichtlich der zu treffenden erzieherischen Maßnahmen.

Nach der Gerichtsverhandlung vermittelt die Jugendgerichtshilfe die auferlegten Maßnahmen,  wie z. B.  gemeinnützige Arbeit, Anti–Aggressionstraining, Suchtberatungskurse und andere individuelle pädagogische Maßnahmen. Die Jugendgerichtshilfe ist für die Überwachung der auferlegten Weisungen verantwortlich. Auch inhaftierte Jugendliche und Heranwachsende werden von der Jugendgerichtshilfe in der Justizvollzugsanstalt besucht.

Die Jugendgerichtshilfe berät jederzeit Eltern, Lehrer, Jugendliche und Heranwachsende zu allen Fragen von Jugendkriminalität und des Jugendstrafrechtes. Sie hat nicht die Funktion eines Rechtsanwaltes.  Wer in Verdacht steht, eine Straftat began­gen zu haben, deshalb von der Polizei verhört wird und Fragen hat, kann sich an die Jugendgerichtshilfe wenden. Auch bei Problemen, die nicht unmittelbar mit einem Strafverfahren zusammenhängen, z. B. Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum etc. berät die Jugend­gerichtshilfe bzw. vermittelt die Betroffenen an eine Stelle, die bei der jeweiligen Problematik eine entsprechende Hilfe anbieten kann.