53.3 - Öffentliche Hygiene und Seuchenbekämpfung

Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten

Bestimmte Krankheiten bzw. Krankheitserreger sind an das  Gesundheitsamt zu melden. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Es bestehen Meldepflichten für Ärzte (§ 6 IfSG), Labore (§ 7 IfSG) sowie für bestimmte Gemeinschaftseinrichtungen (§ 34 IfSG). Im Falle eines akuten Infektionsgeschehens erfolgt die Information und Aufklärung der Erkrankten und Betroffenen. Um die Infektionskette zu unterbrechen, werden geeignete Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz getroffen.

Überwachung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen und Gemeinschaftseinrichtungen

Wir überwachen die Einhaltung der Anforderungen an die Hygiene in vielen Bereichen: Medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Dialyseeinrichtungen, Arzt-, Zahnarzt und Heilpraktikerpraxen (§ 23 IfSG), sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenpflegeheime und sonstige Heime und Betreuungseinrichtungen (§ 36 IfSG). Auch sind wir für die Einhaltung der Hygiene in Tattoo- und Piercingstudios, bei Fußpflegern sowie in Kosmetikbetrieben (Infektionshygieneverordnung Hessen) zuständig.
Die Tätigkeit des Gesundheitsamtes umfasst auch die Beratung der Einrichtungen bei hygienischen Fragestellungen.

Trinkwasserhygiene und Bäderhygiene

Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist (§ 37 IfSG, § 4 TrinkwV).
Die Planung, Errichtung, Änderung, Instandhaltung und der Betrieb von Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen hat daher entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Die Betreiber von Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen werden zum Schutz der Verbraucher hinsichtlich der Erfüllung der ihnen nach der Trinkwasserverordnung obliegenden Pflichten überwacht.
Die Qualität von Schwimm- und Badebeckenwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch keine Gesundheitsgefahr zu besorgen ist (§ 37 IfSG). Die Einhaltung dieser Anforderungen hat der Betreiber durch regelmäßige Badewasseruntersuchungen nachzuweisen. Sie unterliegen somit ebenfalls der Überwachung.
Badegewässer sind Gewässer wie Seen, Flüsse oder Küstenbereiche. Die Badegewässer werden in regelmäßigen Abständen überwacht. Hierbei muss vor Beginn der Saison die Dauer der Badesaison und ein Überwachungszeitplan mit den entsprechenden Beprobungen festgelegt und an das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie übermittelt werden. Die Information der Öffentlichkeit über die aktuelle Badegewässerqualität erfolgt über die Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie in Wiesbaden.


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