Frauenförderung

Frauenförderung










Rechtsgrundlage
Frauenhäuser
  • Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen
  • Gewaltschutzgesetz vom 11.12.2001 (BGBI. I S. 3513); Freiwillige Leistung nach Haushaltsgesetz
  • Grundgesetz (Menschenwürde, Recht auf Leben u. a.)
Gewalt gegen Frauen
  • Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen
  • Gewaltschutzgesetz vom 11.12.2001 (BGBI. I S. 3513); Freiwillige Leistung nach Haushaltsgesetz
  • Grundgesetz (Menschenwürde, Recht auf Leben u. a.)
Schwangerschafts- und SchwangerschaftskonfliktberatungSonderrufnummern; Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)


Zuständiger Fachbereich:

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises, FB 04
Straße:
Parkstraße 6
PLZ/Ort:
34576 Homberg (Efze)

05681/775-191
05681/775-115






Leistungsbeschreibung
Frauenbüros in den Kommunen
Die kommunalen Frauenbüros erfüllen den gesetzlichen Auftrag zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Mann und Frau.
 
Sie
  • sind Servicestellen für Frauen und Mädchen
  • entwickeln frauenpolitische Konzepte
  • sichern Qualitätsstandards in der Fraueninfrastruktur
  • nehmen auf vielen Ebenen Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte wahr
  • sind "Trägerinnen öffentlicher Belange" und geben Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen des Landes ab
  • stellen Öffentlichkeit für frauenpolitische Themen her
  • initiieren und unterstützen Fraueneinrichtungen
  • sind Anlaufstellen für Bürgerinnen in Gemeinden, Städten und Landkreisen sowie weibliche Beschäftigte in der Verwaltung
Frauenhäuser

Frauenhäuser gewähren Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, unbürokratische, schnelle Hilfe. Auch die mitbetroffenen Kinder werden versorgt. Frauenhäuser bieten Schutz in Form von Zuflucht, Beratung, Begleitung und Unterstützung, z. B. sind sie dabei behilflich, eine gerichtsfeste Dokumentation körperlicher Folgen der Misshandlung ärztlich attestieren zu lassen. Sie informieren über die verschiedenen Formen von Hilfen, sei es von öffentlichen Ämtern, Gerichten, der Polizei, oder auch anderen spezialisierten Beratungsstellen. Das Beratungsangebot richtet sich auch an Angehörige, Bezugspersonen und professionelle Helfer/innen der Betroffenen.

In der Regel werden Frauenhäuser von Vereinen geführt. Sie werden durch öffentliche Zuwendungen des Landes Hessen und der Kommunen finanziell unterstützt.

Männern ist der Zutritt grundsätzlich nicht gestattet.
Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Gewalt gegen Frauen
Frauen und Mädchen, die durch Gewalt bedroht sind, bedürfen eines professionellen Beratungs- und Schutzangebotes. In Hessen gibt es viele spezialisierte Anlaufstellen. Es gibt Frauenberatungs- und Interventionsstellen für von häuslicher Gewalt betroffene und bedrohte Frauen, Frauennotrufe, Anlaufstellen für Mädchen, ab 2017 eine Beratungsstelle für Lesben und Transfrauen, die durch häusliche Gewalt und Diskriminierung belastet sind, Opferhilfevereine, und nicht zuletzt Frauenhäuser und –schutzwohnungen, die Zuflucht für Frauen und ihre Kinder sicherstellen.
Eine gerichtsfeste Dokumentation von Verletzungsfolgen kann entscheidend sein, wenn es später darum geht, den Beweis für erlittene Gewalt zu bringen. Es ist möglich, zeitnah eine gerichtsfeste Dokumentation machen zu lassen und diese an gesicherter Stelle aufbewahren zu lassen. In Ost-Hessen bei der Schutzambulanz Fulda und – auch überregional – durch das Forensische Konsil Gießen (FoKoGi). Das FoKoGi kann mit Hilfe eines Online-Portals, das die sichere Übermittlung von Bildern, Diagnosen und anderen sensiblen Daten möglich macht, auch aus der Entfernung die/der behandelnde Ärztin/Arzt der Gewaltbetroffenen vor Ort unterstützen. Für Opfer sexualisierter Gewalt sichert die medizinische Soforthilfe bei Vergewaltigung sowohl eine sensible medizinische Versorgung als auch die gerichtsfeste Beweissicherung –mehrere Kliniken in Hessen bieten dies an.
Darüber hinaus gibt es in Hessen auch Beratungsstellen, die Männern Beratung und Sozialtrainings zu Gewaltproblemen anbieten und mit den Frauenberatungsstellen eng zusammenarbeiten.
Die Angebote sind kostenlos, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.
Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung
Sind Sie ungewollt schwanger geworden? Bringt die Schwangerschaft Sie in eine Konfliktsituation? Stehen Sie vor der Entscheidung, ob Sie ein (weiteres) Kind bekommen können oder möchten? Für diese Situation hat der Gesetzgeber eine Reihe von Möglichkeiten vorgesehen, der Frau beratend und unterstützend zur Seite zu stehen.
Hilfe bieten die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen im Land Hessen. Den Umfang der Hilfeleistungen können Sie auf der Internetseite des "FamilienAtlas" nachlesen.
Sonderrufnummern; Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Mit dem Hilfetelefon werden kostenlos Erstberatung und Informationen zu Hilfemöglichkeiten bei allen Formen von Gewalt gegen Frauen angeboten.
Das Hilfetelefon wendet sich insbesondere an:
  • Frauen, die von Gewalt betroffen sind
  • Personen aus dem sozialen Umfeld von Frauen, die von Gewalt betroffen sind
  • Personen, die bei ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit der Beratung und Unterstützung oder Intervention bei Gewalt gegen Frauen konfrontiert sind
Das Angebot des Hilfetelefons ist barrierefrei und mehrsprachig. Die telefonische Beratung, Information und bei Bedarf Weitervermittlung an Unterstützungseinrichtungen vor Ort erfolgt durch qualifizierte weibliche Fachkräfte. Die Hilfeleistung erfolgt anonym und vertraulich.
Hörgeschädigte oder Schwerhörige können kostenfrei einen Dolmetsch-Service in Anspruch nehmen, der das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Hilfetelefons in Deutsche Gebärden- oder Schriftsprache übersetzt.
 
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)
Welche Fristen muss ich beachten?
Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Ein Schwangerschaftsabbruch ist nur bis zur 12. Schwangerschaftswoche zulässig.
  • Zwischen der Schwangerschaftskonfliktberatung und dem Schwangerschaftsabbruch müssen 3 Tage liegen.
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)
Was sollte ich noch wissen?
Frauenbüros in den Kommunen
Die Frauenbeauftragten und Frauenbüros nach der Hessischen  Gemeindeordnung (HGO), der Hessischen Landkreisordnung (HKO) sind in der Landesarbeitsgemeinschaft der Hessischen Frauenbüros (LAG) zusammengeschlossen. Nähere Informationen finden Sie im Internetauftritt der LAG.
Umfassende Informationen zum Thema „Chancengleichheit und Gender Mainstreaming“ finden Sie im Internetauftritt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration
Gewalt gegen Frauen
Weitere Informationen erhalten Sie im Internetauftritt  des  Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Landeskoordinierungsstelle gegen Häusliche Gewalt.
Sonderrufnummern; Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Hinweis:
Anrufe beim Hilfetelefon werden nicht in Einzelverbindungsnachweisen ausgewiesen.
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)