Pädagogisches Prämienmodell
Im Rahmen des pädagogischen Prämienmodells „Energie sparen an Schulen“ zeichnet der Schwalm-Eder-Kreis bereits seit 2007 Schulen im Kreisgebiet aus, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Kohlenstoffdioxid-Belastung durchführen.
Jedes Jahr werden alle Schulen im Schwalm-Eder-Kreis zur Teilnahme am pädagogischen Prämienmodell aufgefordert. Die Schulen erhalten einen Fragebogen, in dem unter anderem der schulinterne Energieverbrauch und die Einhaltung von Energiesparregeln wie die richtige Raumtemperatur, das Ausschalten des Lichts oder das Schließen der Fenster notiert wird. Außerdem werden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung im Bereich Energie und Umwelt angegeben. Diese äußern sich in Form von durchgeführten Schulprojekten und Aktivitäten zum Klimaschutz sowie zum Energiesparen und der Einbindung des Themas Energiesparen in den Unterricht und in das Schulprogramm. Nach Auswertung der Fragebögen wird anhand der erreichten Punktzahl und unter Berücksichtigung der Schülerzahlen die Höhe der Prämie für jede Schule errechnet. Jährlich werden vom Schwalm-Eder-Kreis vorbehaltlich der Genehmigung der entsprechenden Haushaltsmittel insgesamt zirka 30.000 Euro als Prämien beziehungsweise Preisgelder zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag soll Motivation und gleichzeitig Dank an alle Mitwirkenden sein, weil sie bereit sind, sich für gemeinsame Ziele zu engagieren. Der Fragebogen muss vor dem Beginn der Sommerferien im Fachbereich „Energie- und Klimaschutz“ eingereicht werden.
Seit 2018 wird jedes Jahr zusätzlich ein Sonderpreis für außerordentliches Engagement bei Projekten beziehungsweise Aktivitäten zum Thema Energie und Klimaschutz vergeben. Hierzu können gemeinsam mit dem Fragebogen Unterlagen zu einem an der Schule im jeweils aktuellen Schuljahr durchgeführten Einzelprojekt unter dem Stichwort „Sonderpreis Pädagogisches Prämienmodell“ eingereicht werden. Der Bewerbung für den Sonderpreis ist der rechts unter "Weitere Informationen" als Download zur Verfügung stehende Projektsteckbrief vollständig ausgefüllt beizufügen. Es wird darauf hingewiesen, dass es nicht möglich ist, sich mit ein und demselben Projekt für den Sonderpreis und den Klimaschutzpreis zu bewerben. Als Preisgeld werden für den Sonderpreis insgesamt 3.000 Euro ausgeschüttet. Der erste Preis ist mit 1.500 Euro, der zweite Preis mit 1.000 Euro und der dritte Preis mit 500 Euro dotiert. Im Rahmen einer Feierstunde zur Urkundenverleihung stellen die Gewinner ihre Projekte in einer kurzen Präsentation vor.
Der aktuellen Fragebogen und der Steckbrief für die Bewerbung auf den Sonderpreis stehen nach dem Versand an die Schulen unter "Weitere Informationen" als Download zur Verfügung. Bei Fragen zum Pädagogischen Prämienmodell steht Ihnen die Arbeitsgruppe „Energie und Klimaschutz“ gerne zur Verfügung.
Vergangene Preisverleihungen des Pädagogischen Prämienmodells und des Sonderpreises
"Energiesparen an Schulen" - Preisverleihung Prämienmodell und Sonderpreise 2024/2025
Schwalm-Eder-Kreis zeichnet energiesparende Schulen aus
Der Schwalm-Eder-Kreis hat auch in diesem Jahr wieder besonders engagierte Schulen im Rahmen des pädagogischen Prämienmodells „Energie sparen an Schulen“ ausgezeichnet. Bereits seit 18 Jahren würdigt der Landkreis damit Schulen, die gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Verringerung von CO₂-Emissionen sowie zur Umwelt- und Klimabildung umsetzen.
Im Rahmen einer Feierstunde kamen kürzlich Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Schulen in der Kreisverwaltung in Homberg zusammen. Dort nahmen sie ihre Urkunden entgegen und erfuhren, in welcher Höhe ihnen eine Prämie vom Schwalm-Eder-Kreis ausgezahlt wird.
Das Projekt „Energie sparen an Schulen“
Jährlich werden alle Schulen im Schwalm-Eder-Kreis zur Teilnahme an dem pädagogischen Prämienmodell eingeladen. Grundlage der Bewertung ist ein Fragebogen, in dem unter anderem Maßnahmen zum Energiesparen, Klimaschutzprojekte, Umweltbildungsangebote sowie die Einbindung des Themas Energie in Unterricht und Schulprogramm abgefragt werden. Auch konkrete Energiesparregeln wie richtiges Lüften, angemessene Raumtemperaturen oder das Ausschalten von Licht spielen dabei eine Rolle. Die Angaben der Schulen werden mit Punkten bewertet. Die erreichte Punktzahl wird –unter Berücksichtigung der jeweiligen Schülerzahl – anschließend in eine finanzielle Prämie umgerechnet.
Ergebnisse im Schuljahr 2024/25
Im Schuljahr 2024/25 beteiligten sich 39 von insgesamt 67 Schulen im Schwalm-EderKreis am pädagogischen Prämienmodell. Die höchste Punktzahl erreichte das Schwalm-Gymnasium Treysa mit 63,5 von maximal 65 Punkten. Auf Platz zwei folgte die Schule im Ostergrund mit 62,5 Punkten. Den dritten Platz teilten sich die Heiligenbergschule aus Gensungen und die Theodor-Heuss-Schule aus Homberg mit jeweils 62 Punkten.
Die durchschnittliche Prämie betrug 690 Euro, Sonderpreise nicht eingerechnet. Insgesamt schüttete der Schwalm-Eder-Kreis im Schuljahr 2024/25 Prämien in Höhe von 30.000 Euro aus. Davon entfielen 27.000 Euro auf das Prämienmodell und 3.000 Euro auf die Sonderpreise.
Sonderpreise für besonderes Engagement
Zusätzlich zum regulären Prämienmodell vergab der Schwalm-Eder-Kreis auch in diesem Jahr Sonderpreise für herausragende Einzelprojekte im Bereich Energie- und Klimaschutz.
Den ersten Platz und damit eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro erhielt die Schule im Ostergrund aus Treysa für ihr Projekt „Sauberhafte Schwalm“. An zwei Projekttagen setzten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für den Umweltschutz ein. Zunächst entnahmen sie Wasserproben aus der Schwalm, die anschließend gemeinsam mit Hessenforst untersucht und ausgewertet wurden. Am zweiten Projekttag beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen an der landesweiten Umweltinitiative „Sauberhaftes Hessen“ und befreiten den Fluss mit Rechen, Schippen und Seilen von Müll. Dabei kamen auch außergewöhnliche Funde wie Fahrräder und komplette Verkehrsschilder zum Vorschein.
Der zweite Platz ging an die Matthias-Claudius-Schule in Wernswig. Für ihr Projekt „Regionaler nachhaltiger Kartoffelanbau“ erhielt die Schule ein Preisgeld von 1.000 Euro. Den dritten Platz belegte die Sankt-Martin-Schule aus Treysa mit dem Projekt „Schulgarten inklusive Feuchtbiotop“ und einer Prämie in Höhe von 500 Euro.
Der Energiebeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises, Tobias Rimpau, gratulierte allen ausgezeichneten Schulen und bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Er bat das Engagement in diesem Bereich an den Schulen fortzusetzen und auch weiterhin Schülerinnen und Schüler für die Umwelt und das Energiesparen zu sensibilisieren.
Dezernent
Energiebeauftragter
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter