Hessischer Verdienstorden für Klaus Böse
Landrat Winfried Becker überreicht im Namen des hessischen Ministerpräsidenten den Verdienstorden. Landkreis und Gemeinde würdigen jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement.
Im Rathaus der Gemeinde Gilserberg wurde kürzlich Herrn Klaus Böse feierlich der Hessische Verdienstorden verliehen. Die Auszeichnung überreichte Landrat Winfried Becker in Anwesenheit von Bürgermeister Lukas Daum, Wegbegleitern, Familie und Gästen.
In seiner Ansprache würdigte Landrat Becker das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement von Klaus Böse, das sich über viele Jahrzehnte erstreckt. „Herr Böse hat schon früh Verantwortung für andere übernommen und sich über ein ganzes Leben hinweg mit großer Verlässlichkeit für das Gemeinwohl eingesetzt“, betonte Becker. Menschen wie er seien unverzichtbar für das Funktionieren einer Gesellschaft. „Wir brauchen mehr Menschen, die sich so selbstlos und dauerhaft für andere einsetzen.“
Bereits nach seiner Schulzeit und der Ausbildung zum Werkzeugmacher begann Klaus Böse mit seinem ehrenamtlichen Wirken. Von 1968 bis 1972 war er Beigeordneter der Gemeinde Itzenhain, anschließend bis 1974 Beigeordneter der Großgemeinde Gilserberg.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements lag bei der Freiwilligen Feuerwehr. Schon 1964 übernahm er Verantwortung als Ortsbrandmeister in Itzenhain. Nach der Gebietsreform prägte er von 1974 bis 2000 als Ortsbrandmeister und später als Gemeindebrandinspektor maßgeblich den Aufbau und die Weiterentwicklung eines modernen und leistungsfähigen Feuerwehrwesens in Gilserberg.
Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst blieb Klaus Böse der Feuerwehr eng verbunden. Als Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung, Mitglied im Wehrführerausschuss und Unterstützer zahlreicher Veranstaltungen engagiert er sich bis heute. Zudem war er viele Jahre Redner bei Gedenkfeiern zum Volkstrauertag und steht der Feuerwehr weiterhin als Trauerredner bei Beisetzungen verstorbener Kameradinnen und Kameraden zur Seite.
Seit 1975 ist Klaus Böse zudem Mitglied des Ortsgerichts Gilserberg II. Nach vielen Jahren als Ortsgerichtsschöffe übernahm er 1996 das Amt des Ortsgerichtsvorstehers, das er bis heute ausübt.
Auch im Bereich des Fischereiwesens brachte er seine Fachkenntnisse ein: Als Fischereiberater der Unteren Fischereibehörde des Schwalm-Eder-Kreises sowie als Mitglied im Prüfungsausschuss für Fischerprüfungen engagiert er sich noch heute.
Darüber hinaus war Klaus Böse maßgeblich an der Begründung der Partnerschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Gilserberg und der Feuerwehr der französischen Partnergemeinde Rocheservière beteiligt. Diese Partnerschaft unterstützt er weiterhin aktiv.
Auch Bürgermeister Lukas Daum unterstrich in seiner Rede die Bedeutung dieses Engagements für die Gemeinde: „Menschen wie Klaus Böse machen Gilserberg lebenswert. Sie stärken den Zusammenhalt und prägen unser Gemeindeleben über Generationen hinweg.“ Im Namen der Gemeinde sprach er ihm großen Dank und höchste Anerkennung aus.
Landrat Becker und Bürgermeister Daum hoben zudem hervor, dass ein solches ehrenamtliches Wirken ohne den Rückhalt der Familie nicht möglich sei. Auch dieser Unterstützung galt ihr ausdrücklicher Dank.
Zum Abschluss bedankte sich Klaus Böse sichtlich bewegt für die Auszeichnung. Be-sonders dankte er Herrn Zmyi-Köbel, dem Direktor des Amtsgerichts Schwalmstadt, der die Verleihung des Hessischen Verdienstordens angeregt hatte. „Ich habe mich immer aus Überzeugung und aus Verbundenheit zu meiner Gemeinde engagiert“, sagte Böse. „Diese Auszeichnung ist für mich eine große Ehre.“