Aktionstag "Catcalling" - das ist kein Kompliment!
Am 12.06. ist der weltweite Aktionstag zum Thema "Catcalling".
Pfeif- oder Kussgeräusche, aufdringliche Blicke, anzügliche Sprüche auf offener Straße oder übergriffige Nachrichten auf Social Media wie „Hey, geiler Hintern“ oder „Komm doch mal rüber, mit mir ist es nachts immer lustig“.
Dies sind noch eher harmlose Beispiele für die recht niedliche Bezeichnung „Catcalling“. Der Begriff stammt aus der englischen Umgangssprache und bedeutet in etwa „Katzen-Rufen“. Es kann auch verstanden werden als das unerträgliche Geschrei verliebter Kater. Darunter werden alle sexuell konnotierten Verhaltensweisen bzw. verschiedene Arten der sexuellen Belästigung ohne Körperkontakt im öffentlichen Raum zusammengefasst. Es sorgt dafür, dass besonders Frauen und Mädchen beginnen Bereiche im öffentlichen Raum zu meiden und sich nicht mehr unbefangen in der Öffentlichkeit bewegen. Jede Frau und jedes Mädchen kann betroffen sein und es kann überall geschehen, auch in der persönlichen Nachbarschaft.
Catcalling ist somit ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Interessierte können bei der Jugendförderung einen kostenfreien Karton mit Material zum Anti-Catcallingtag bestellen. In der Kiste befinden sich beispielsweise eine Trillerpfeife, Aufkleber und Straßenmalkreide. Damit sollen Mädchen und Frauen Anmachsprüche von Männern auf den Bürgersteig schreiben, sie fotografieren und unter dem Hashtag #Keinkompliment und #Ankreiden in den sozialen Medien hochladen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.
Kontakt: Franziska Jäger, Tel. 05681/775-5178,