Landrat überreicht Ehrenbriefe des Landes Hessen
Landrat Winfried Becker verleiht sechs Engagierten aus dem Schwalm-Eder-Kreis den Ehrenbrief des Landes Hessen
„Unser schöner Schwalm-Eder-Kreis lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Tag für Tag setzen Menschen sich freiwillig für andere ein -oft im Hintergrund und ohne großes Aufsehen, dafür aber mit umso größerer Wirkung. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt gefördert wird und das Leben im ländlichen Raum attraktiv ist“, eröffnet Landrat Winfried Becker die Feierstunde zur Verleihung der Landesehrenbriefe, die am 02. Juni in der Kreisverwaltung stattfand.
Bürgerschaftliches Engagement ist eine wichtige Säule für die Förderung der Demokratie im ländlichen Raum. Es schafft ein Bewusstsein für gemeinsame Werte und ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinschaft teilzuhaben. Einen umso größeren Stellenwert nimmt das Ehrenamt daher in bewegten Zeiten ein, wie Landrat Becker betonte: „Gerade in einer Zeit, in der vieles schneller, anonymer und mitunter auch schwieriger wird, zeigt das Ehrenamt in unserem Landkreis einmal mehr, was Zusammenhalt bedeutet. Ich freue mich daher außerordentlich, heute gleich sechs Menschen, die sich seit vielen Jahren für das Wohl und die Belange anderer einsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer gelebten Gemeinschaft und der Demokratie leisten, mit dieser besonderen Auszeichnung würdigen zu dürfen.“
Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten, die für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der demokratischen, sozialen oder kulturellen Gestaltung der Gesellschaft vergeben wird.
Landrat Winfried Becker sprach allen Geehrten seine herzlichen Glückwünsche und seinen Dank aus. „Mir ist bewusst, dass Ihr Engagement keine Selbstverständlichkeit ist. Sie alle investieren unzählige Stunden für das Gemeinwohl, neben Beruf, Familie und Alltag. Sie machen unseren Schwalm-Eder-Kreis zu einem lebens- und liebenswerten Ort. Sie sind das Herzstück unserer Gesellschaft und leisten einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl.“
Sein Dank galt weiterhin den Partnerinnen, Partnern und Familien für ihre jahrelange Unterstützung, denn ohne einen starken Rückhalt und auch den Verzicht auf gemeinsame Zeit, wäre so viel Engagement nicht möglich.
Informationen zu den Geehrten:
Sandra Geschwandtner ist seit mehr als 30 Jahren in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, im Katastrophenschutz und in der Vorstandsarbeit der DLRG aktiv. Sie bringt sich auf allen Ebenen bei der DLRG ein -in vielen Bereichen weit über das normale Maß hinaus- und ist außerdem auf Orts- und Kreisebene seit Jahrzehnten eine feste und zuverlässige Stütze der Vereinsarbeit. Für ihr außergewöhnliches Engagement ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Verdienstzeichen der DLRG in Gold (2018) und der Hessischen Katastrophenschutzmedaille in Silber (2021).
Cornelia Lang ist seit 1987 Mitglied der Schwälmer Volkstanzgruppe Röllshausen e. V. und seit 1995 bis heute Leiterin der Kinder- und Jugendgruppe. Die Jugendarbeit im Verein liegt Frau Lang besonders am Herzen, ebenso wie die Trachtenpflege. Durch ihre freundliche und warmherzige Art gewinnt Frau Lang immer wieder neuen Nachwuchs für ihre Kindergruppe und trägt maßgeblich dazu bei, die Volkstanztradition zu erhalten und die schöne Schwälmer Tracht auch außerhalb der örtlichen Grenzen zu zeigen. Die Schwälmer Volkstanzgruppe ist ein Aushängeschild und Botschafter der Schwälmer Kultur und hat sich in vielfältiger Weise für das Gemeinwesen verdient gemacht.
Irmhild Wickert war in 1991 eine der Gründerinnen der Gymnastikgruppe und damit Wiederbegründerin der Sparte Turnen im TuSpo 1922 Allendorf/L. e. V. Bis zu ihrem gesundheitlichen Ausscheiden in 2024 hat sie sich als Übungsleiterin der Sparte zur Verfügung gestellt und zahlreiche Veranstaltungen mit organisiert und begleitet. Für ihr langjähriges Engagement ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit der Ehrennadel in Bronze des Deutschen Turner-Bundes (2022) und der Sportehrenurkunde des Schwalm-Eder-Kreises (2023).
Carsten Lang ist seit 1982 Mitglied der Schwälmer Volkstanzgruppe Röllshausen e. V. und seit 1992 Vorstandsmitglied. In 1995 wurde Herr Lang zunächst stellvertretender, in 2005 (bis heute) schließlich Tanzleiter der Erwachsenengruppe. Bei den Trachtenfesten in der Schwalm mit über 70 Trachtengruppen aus Hessen und Thüringen hat sich Herr Lang im Festausschuss tatkräftig mit eingebracht. Mehrfach hat er außerdem die Planung für die Überreichung der Erntekrone im hessischen Landtag in Wiesbaden organisiert und mit Tanzauftritten der Kinder- und Erwachsenengruppe bereichert. Herr Lang pflegt auch den internationalen Austausch zu Trachtengruppen aus den Niederlanden und Österreich.
Markus Karl Pollock war 1991 Mitbegründer der Reservistenkameradschaft Weißenborn und zudem stellvertretender Regionalstellenleiter des Bundeswehrsozialwerkes. Er engagiert sich weiterhin in außergewöhnlichem Maß für seine Region, ist Gründungsmitglied des Heimatvereins Universi Villani Weißenborn e.V. und hatte jahrelang Ämter bei der Gemeinde Ottrau inne (Ortsvorsteher, Gemeindevertreter, Gemeindevorstand). Seit 2016 ist er Kreisbeigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises und seit 2021 ehrenamtlicher Dezernent des Kreisausschusses für den Bereich Energie und Klimaschutz.
Klaus Vestweber ist seit über 60 Jahren Mitglied im Posaunenchor Lischeid-Winterscheid-Heimbach, seit über 50 Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr Winterscheid und seit über 40 Jahren beim SC Winterscheid. In seinem jahrzehntelangen Engagement hat er unzählige Ämter besetzt, so ist Herr Vestweber z.B. Gründungsmitglied und stellvertretender Vorstand der Tischtennis Abteilung des SC Winterscheid (der im Jahr 2024 fusionierte zum TTC Sebbeterode-Winterscheid), er ist Vorstandsmitglied der Jagdgenossen Winterscheid, Schriftführer der freiwilligen Feuerwehr Winterscheid, Kassenwart seines Posaunenchors und vieles mehr. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement über Jahrzehnte hinweg prägt Herr Vestweber das Miteinander im Gilserberger Hochland und der Region in besonderer Weise, weshalb er im Jahr 2024 bereits die Ehrenplakette der Gemeinde Gilserberg erhielt.