Schwalm-Eder-Kreis zeichnet energiesparende Schulen aus
Der Schwalm-Eder-Kreis hat auch in diesem Jahr wieder besonders engagierte Schulen im Rahmen des pädagogischen Prämienmodells „Energie sparen an Schulen“ ausgezeichnet.
Bereits seit 18 Jahren würdigt der Landkreis damit Schulen, die gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Verringerung von CO₂-Emissionen sowie zur Umwelt- und Klimabildung umsetzen.
Im Rahmen einer Feierstunde kamen kürzlich Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Schulen in der Kreisverwaltung in Homberg zusammen. Dort nahmen sie ihre Urkunden entgegen und erfuhren, in welcher Höhe ihnen eine Prämie vom Schwalm-Eder-Kreis ausgezahlt wird.
Das Projekt „Energie sparen an Schulen“
Jährlich werden alle Schulen im Schwalm-Eder-Kreis zur Teilnahme an dem pädagogischen Prämienmodell eingeladen. Grundlage der Bewertung ist ein Fragebogen, in dem unter anderem Maßnahmen zum Energiesparen, Klimaschutzprojekte, Umweltbildungsangebote sowie die Einbindung des Themas Energie in Unterricht und Schulprogramm abgefragt werden. Auch konkrete Energiesparregeln wie richtiges Lüften, angemessene Raumtemperaturen oder das Ausschalten von Licht spielen dabei eine Rolle.
Die Angaben der Schulen werden mit Punkten bewertet. Die erreichte Punktzahl wird – unter Berücksichtigung der jeweiligen Schülerzahl – anschließend in eine finanzielle Prämie umgerechnet.
Ergebnisse im Schuljahr 2024/25
Im Schuljahr 2024/25 beteiligten sich 39 von insgesamt 67 Schulen im Schwalm-Eder-Kreis am pädagogischen Prämienmodell. Die höchste Punktzahl erreichte das Schwalm-Gymnasium Treysa mit 63,5 von maximal 65 Punkten. Auf Platz zwei folgte die Schule im Ostergrund mit 62,5 Punkten. Den dritten Platz teilten sich die Heiligenbergschule aus Gensungen und die Theodor-Heuss-Schule aus Homberg mit jeweils 62 Punkten.
Die durchschnittliche Prämie betrug 690 Euro, Sonderpreise nicht eingerechnet. Insgesamt schüttete der Schwalm-Eder-Kreis im Schuljahr 2024/25 Prämien in Höhe von 30.000 Euro aus. Davon entfielen 27.000 Euro auf das Prämienmodell und 3.000 Euro auf die Sonderpreise.
Sonderpreise für besonderes Engagement
Zusätzlich zum regulären Prämienmodell vergab der Schwalm-Eder-Kreis auch in diesem Jahr Sonderpreise für herausragende Einzelprojekte im Bereich Energie- und Klimaschutz.
Den ersten Platz und damit eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro erhielt die Schule im Ostergrund aus Treysa für ihr Projekt „Sauberhafte Schwalm“. An zwei Projekttagen setzten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für den Umweltschutz ein. Zunächst entnahmen sie Wasserproben aus der Schwalm, die anschließend gemeinsam mit Hessenforst untersucht und ausgewertet wurden. Am zweiten Projekttag beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen an der landesweiten Umweltinitiative „Sauberhaftes Hessen“ und befreiten den Fluss mit Rechen, Schippen und Seilen von Müll. Dabei kamen auch außergewöhnliche Funde wie Fahrräder und komplette Verkehrsschilder zum Vorschein.
Der zweite Platz ging an die Matthias-Claudius-Schule in Wernswig. Für ihr Projekt „Regionaler nachhaltiger Kartoffelanbau“ erhielt die Schule ein Preisgeld von 1.000 Euro. Den dritten Platz belegte die Sankt-Martin-Schule aus Treysa mit dem Projekt „Schulgarten inklusive Feuchtbiotop“ und einer Prämie in Höhe von 500 Euro.
Der Energiebeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises, Tobias Rimpau, gratulierte allen ausgezeichneten Schulen und bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Er bat das Engagement in diesem Bereich an den Schulen fortzusetzen und auch weiterhin Schülerinnen und Schüler für die Umwelt und das Energiesparen zu sensibilisieren.